Josel von Rosheim

Ich würde glatt wetten, dass die Meisten diesen Namen noch nie gehört haben. joselganz.jpg
Selbst kenne ich ihn auch erst seit dem letztem Herbst. Da erzählte mir ein Kollege in der Gemeinde, dass er eine Ausstellung über diesen Mann plant:
Josel von Rosheim war ein elsässischer Rabbiner zu Zeiten Luthers und als solcher erst lokal und schließlich reichsweit unterwegs, um Konflikte zwischen Juden und Christen zu schlichten, Verträge auszuhandeln und politische Strukturen zu schaffen, in denen Juden möglichst gefahrlos leben konnten. Er und Luther haben sich vermutlich gekannt, es gibt einen Brief Luthers, der Josel ausgesprochen freundlich anredet, um ihm wenige Sätze später jede Unterstützung zu verweigern.

Darum ging es uns nämlich: Wir feiern im Lutherjahr 500 Jahre Reformation in allen Facetten, die der Protestantismus hergibt, aber Luthers Antisemitismus wird unter den Tisch gekehrt, damit er niemandem die Festlaune verdirbt.
Mein Kollege, schon länger im jüdisch-christlichen Dialog unterwegs, wollte das nicht mitmachen und holte deswegen die Ausstellung über Josel erstmalig ins Ruhrgebiet, also nach „Norddeutschland“. Als ich das hörte, stieg ich mit ein.

Weiterlesen

Ein neues Herz

Wie es sich für Januar gehört, fangen wir vorne an
und hören auf…, ja wann eigentlich?

Weiterlesen

Fröhlich soll mein Herze springen

Weiterlesen

Ein Herz, das richtig ist

Wir arbeiten uns vom Ewigkeitssonntag vor Richtung Advent.

Weiterlesen

Irgendwo ist nirgendwo

Kürzlich hatte ich über Trauungen gebloggt und was mir da so auffällt.vytsxdcorlk5taswi0p1bq_thumb_985 Das ist gut angekommen, darum mache ich mit dem Thema Amtshandlungen noch ein bisschen weiter. Diesesmal schaue ich mir die Bestattungen an. Das passt auch gut zur kirchlichen Jahreszeit, denn am Wochenende ist Ewigkeitssonntag, da gedenkt man in der evangelischen Kirche der Verstorbenen.

Wobei eine wachsende Zahl von Leuten meint, dass es für das Gedenken, Erinnern oder Trauern unwichtig wäre, wo der Verstorbene läge. „Ich trage ihn in meinem Herzen“, wird dann gerne gesagt. Nur, in vielen Fällen funktioniert das nicht, jedenfalls nicht ausschließlich. Friedhöfe und Bestattungsunternehmen rücken daher, soweit ich das überblicken kann, möglichst von gänzlich anonymen Beerdigungen ab und bieten sogenannte „teilanonyme Bestattungen“ an. Bei denen ist zumindest das Gräberfeld, oft eine Rasenfläche, überschaubar einzugrenzen oder an einer oder mehreren Stellen sind die Namen der Toten verzeichnet.

Weiterlesen

Aber das Herz

Heute feiern wir Reformationstag, darum beginnen wir mit der Frage:
„Was haben die Protestanten je für uns getan?“

Weiterlesen

Rundfunkgeschichte und was über Dylan (Bücher 2/2)

Wie im letzten Post angekündigt nun die zweite Runde: Zwei Bücher und eine DVD. Ich fange mit der Rundfunkgeschichte an, da geht es konkret um die 90-jährige Geschichte des Senders Langenberg, der für Nordrhein-Westfalen wichtigsten Senderanlage. Den rot-weißen Pinn auf dem Hordtberg hat jeder hier in der Gegend mindestens auf Fotos schon einmal gesehen.

nochmal.jpg

Ich bin ja nicht nur begeisterte Radiohörerin, sondern auch in der Nähe des Senders Nordhelle im Ebbegebirge aufgewachsen. Und erst kürzlich sind die Wanderfreundin und ich durch das Felderbachtal bei Langenberg gewandert. Auf dem Bild, das die Wanderfreundin dort gemacht hat, lassen sich die Sendemasten jenseits des Tales bestenfalls erahnen, aber weil die Gegend so schön ist, gibt es das Foto trotzdem:

wandern.jpg

Weiterlesen